International Safety Guide for Inland Navigation Tank-barges and Terminals

Häufig gestellte Fragen

Fragen und Anmerkungen zu den ISGINTT-Sicherheitsrichtlinien können dem ISGINTT-Sekretariat über das Kontaktformular mitgeteilt werden. Antworten werden zeitnah beantwortet und gegebenenfalls bei der Aktualisierung der ISGNITT-Sicherheitsrichtlinien berücksichtigt.

Welchen Zweck haben die ISGNITT-Sicherheitsrichtlinien?
Die ISGINTT-Sicherheitsrichtlinien dienen der Verbesserung der Sicherheit bei der Beförderung gefährlicher Güter an der Schnittstelle zwischen Binnentankschiffen und anderen Wasserfahrzeugen oder Landanlagen (Terminals). Die Sicherheit ist für die Tankschifffahrt ein entscheidendes Kriterium. Die Autoren der Sicherheitsrichtlinien hoffen, dass die Richtlinien zum Standardreferenzwerk für einen sicheren Betrieb von Binnentankschiffen und den von ihnen angelaufenen Terminals werden. Zu diesem Zweck müssen die Richtlinien mit Änderungen bei der Konstruktion von Tankschiffen und den Betriebsabläufen Schritt halten und den neuesten Stand der Technik und der Gesetzgebung widerspiegeln.
Neben den bekanntesten Sicherheitspraktiken für den Betrieb von Binnentankschiffen und Terminals setzen sie auf eine Philosophie der Risikokontrolle. Durch eine Erhöhung des Risikobewusstseins will ISGINTT eine Umwelt fördern, in der die Unsicherheiten, die mit bestimmten Abläufen des Schiffsbetriebs verbunden sind, nicht nur durch Vorschriften abgebaut werden, sondern auch durch Appellieren an die Schiffs- und Terminalbesatzung sowie deren Arbeitgeber, die Risiken bei allen Operationen, die sie durchführen, zu erkennen und zielgerichtete Maßnahmen zur Risikominderung zu ergreifen. Damit wird das Hauptaugenmerk auf die Menschen gelegt, was voll und ganz einer auf den menschlichen Faktor bezogenen Strategie entspricht.
Ist für andere Flüsse ein ähnlicher Ansatz geplant?
ISGINTT ist nicht auf ein bestimmtes Flusssystem beschränkt.
Ersetzen die ISGINTT-Sicherheitsrichtlinien aktuelle gesetzliche Regelungen wie das ADN?
Der Zweck der ISGINTT-Sicherheitsrichtlinien besteht nicht darin, aktuelle gesetzliche Regelungen wie das Europäische Übereinkommen über die internationale Beförderung von gefährlichen Gütern auf Binnenwasserstraßen (ADN) zu ersetzen oder zu ändern, sondern zusätzliche Empfehlungen zur Verfügung zu stellen. Nach Ansicht der Autoren stellen die ISGINTT-Sicherheitsrichtlinien einen optimalen technischen Leitfaden für den Betrieb von Binnentankschiffen und Terminals dar. Alle Betreiber werden aufgefordert, dafür zu sorgen, dass die darin enthaltenen Empfehlungen nicht nur gelesen und verstanden, sondern auch befolgt werden.
Werden die ISGINTT-Sicherheitsrichtlinien ISGOTT ersetzen?
Die ISGINTT-Sicherheitsrichtlinien werden ISGOTT nicht ersetzen. ISGOTT (International Safety Guide for Oil Tankers and Terminals) wird auch künftig im maritimen Bereich eingesetzt, während ISGINTT für Aktivitäten in der Binnenschifffahrt bestimmt ist.
Besitzen die ISGINTT-Richtlinien verbindliche Rechtskraft?
Die ISGINTT-Richtlinien besitzen keine verbindliche Rechtskraft. Ihr Zweck besteht nicht darin, die aktuellen Rechtsvorschriften zu ersetzen oder zu ändern, sondern zusätzliche Empfehlungen zur Verfügung zu stellen. Die ISGINTT-Sicherheitsrichtlinien sind das Resultat von „Best Practices“, wie sie von den beteiligten Industrieverbänden empfohlen werden.
Sind die ISGINTT-Sicherheitsrichtlinien mit den entsprechenden Richtlinien für die Seeschifffahrt kompatibel?
Die Sicherheitsrichtlinien sind mit den internationalen Richtlinien für die Seeschifffahrt kompatibel. Um Lücken zu vermeiden und Kompatibilität an den Schnittstellen zwischen See- und Binnenschiffen zu gewährleisten, wurden der „International Safety Guide for Oil Tankers and Terminals“ (ISGOTT), Ausgabe 5, des OCIMF und für bestimmte Kapitel zu gasförmigen Produkten die „Liquefied Gas Handling Principles on Ships and In Terminals“ (LGHP) der SIGTTO als Muster verwendet.
Welcher Zusammenhang besteht zwischen EBIS und den ISGINTT-Sicherheitsrichtlinien?
EBIS (European Barge Inspection Scheme) hat die Situation an Bord von Schiffen zum Gegenstand, während ISGINTT auf die Verbesserung der Abläufe an der Schnittstelle zwischen Binnenschiffen und Terminals abzielt.
Wie wird sichergestellt, dass Wechselwirkungen zwischen Prozessen und menschlichen Faktoren berücksichtigt werden?
Die ISGINTT-Sicherheitsrichtlinien stellen Best-Practice-Richtlinien dar, die Arbeitskräften, die direkt im Tankschiffs- und Umschlagsbetrieb tätig sind, praktische Hilfestellung bieten. Sie enthalten keine definitive Beschreibung der betrieblichen Abläufe von Tankschiffen und Terminals, sondern geben vielmehr Anleitungen und Beispiele zu bestimmen Aspekten dieser Abläufe und deren Management.
Wie können Umweltorganisationen zu den ISGINTT-Sicherheitsrichtlinien beitragen?
ISGINTT ist keine Plattform für politische Diskussionen. Die ISGINTT-Sicherheitsrichtlinien enthalten technische Leitlinien für die Interaktion zwischen dem Land-, Schiffs- und Terminalpersonal. Konkrete und praktische Beiträge von Umweltorganisationen zu den technischen Leitlinien können bei künftigen Revisionen der ISGINTT-Sicherheitsrichtlinien gegebenenfalls berücksichtigt werden.
Wie kann ich über neue Entwicklungen bezüglich der ISGINTT-Sicherheitsrichtlinien informiert werden?
Wir senden allen Teilnehmern an ISGINTT-Veranstaltungen und Personen, die uns ihre Kontaktdaten einschließlich ihrer E-Mail-Adresse zusenden, Informationen über wichtige Neuigkeiten zu den ISGINTT-Sicherheitsrichlinien. Diese Informationen sind auch auf der ISGINTT-Website unter www.isgintt.org erhältlich.
Ist auch eine Papier-/Buchausgabe erhältlich oder käuflich zu erwerben?
Eine elektronische Ausgabe der ISGINTT-Sicherheitsrichtlinien kann hier kostenlos heruntergeladen werden. Gedruckte Exemplare der ISGINTT-Sicherheitsrichtlinien sind auf Anfrage erhältlich. Für weitere Informationen verwenden Sie bitte das Kontaktformular.
Ist für Institute, die Schulungen in der Anwendung der ISGINTT-Sicherheitsrichtlinien anbieten, eine finanzielle Förderung vorgesehen?
Eine Finanzierung von ISGINTT-Schulungen ist nicht vorgesehen. Es sind jedoch sowohl an Land als auch an Bord Ausbildungs- und Schulungsmaßnahmen notwendig.
Ist eine Übersetzung der ISGINTT-Sicherheitsrichtlinien ins Spanische geplant?
Bei Verfügbarkeit entsprechender Mittel kann die Übersetzung der ISGINTT-Sicherheitsrichtlinien in weitere Sprachen wie Spanisch eine Option sein.
Was würde mit zusätzlich verfügbaren Mitteln geschehen?
Zusätzlich verfügbare Mittel würden für die Übersetzung künftiger Revisionen der ISGINTT-Sicherheitsrichtlinien und eventuell zur Finanzierung weiterer Sprachfassungen verwendet.
Welcher Betrag wäre angemessen, um Revisionen der ISGINTT-Sicherheitsrichtlinien finanziell zu unterstützen?
Das ISGINTT-Sekretariat nimmt für die Übersetzung und Revision dieses Dokuments Beträge in jeglicher Höhe entgegen. Die Liste der Sponsoren und gespendeten Beträge finden Sie hier.
Für den Fall, dass eine Gesellschaft Partner für eine komplette Sprachfassung werden möchte: Sind Anreize möglich, die über eine Linkplatzierung auf der ISGINTT-Website und eine Erwähnung in den ISGINTT-Sicherheitsrichtlinien hinausgehen?
Falls eine Gesellschaft die Übersetzung in eine Sprache finanzieren möchte, die nicht zu den drei Sprachen des Rheineinzugsgebiets gehört, müsste eine besondere Vereinbarung geschlossen werden. Falls eine Gesellschaft dem Lenkungsausschuss konkrete Vorschläge unterbreiten möchte, wird sie gebeten, das ISGINTT-Sekretariat für weitere Informationen über das Kontaktformular zu kontaktieren.
Welche Vorschriften regeln die Verwendung von Inertgas und einer Dampfrückleitung bei Schiff-Land-Operationen in Terminals?
Das Europäische Übereinkommen über die internationale Beförderung von gefährlichen Gütern auf Binnenwasserstraßen (ADN) schreibt in Kapitel 3.2 Tabelle C bei jeder Schiffs- oder Landumschlagoperation ein Dampfrückleitungsaggregat oder -system vor. Die Erläuterungen zu den Spalten 7 und 20 in Abschnitt 3.2.3 Tabelle C sehen für die Verwendung und Handhabung von Inertgas und die Stabilisierung der Ladung sowie bei Lade- und Löschoperationen ein geschlossenes Tanksystem vor.

Die Pflicht zur Dampfrückgewinnung beruht auf der Richtlinie 94/63/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 20. Dezember 1994 zur Begrenzung der Emissionen flüchtiger organischer Verbindungen (VOC-Emissionen) bei der Lagerung von Ottokraftstoff und seiner Verteilung von den Auslieferungslagern bis zu den Tankstellen (der so genannten “Stufe I”-Richtlinie).

Weitere Informationen über die „Stufe 1“-Richtlinie finden Sie hier.

Für die USA sind diese Punkte im Code of Federal Regulations (CFR) Titel 46 Kapitel I Unterkapitel A Teil 39 geregelt.